Nils Rothbarth

(*1968) HoFa-Jahrgang: 1994/1996

-General Manager-

"Spaß haben, immer lernen und helfen. Andere fördern und respektieren.

Empathie haben und zeigen."

 

Nils Rothbarth hatte schon während der Ausbildung das Ziel vor Augen den Hotelbetriebswirt an der Hotelfachschule zu studieren. Dies wurde durch seine Auslandsaufenthalte gestärkt, da hier die deutsche Ausbildung sehr geschätzt wurde. Von der Hofa nahm er nicht nur gutes Wissen mit, sondern auch gute Kontakte und Freunde, die bis heute geblieben sind. Mit dem Ziel General Manager zu werden und Erinnerungen an nächtelanges Lernen, ein oder zwei Bier mit Freunden trinken und TK Pizza, verließ er die Schule und ,zusammen mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau, zog es ihn wieder nach Südafrika.

Heute sagt er, dass man erst im Laufe der Zeit versteht, das Gelernte richtig anzuwenden und auf diesem Fachwissen und den Kenntnissen immer weiter aufbauen kann. Das Wichtigste sei, neben fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch ein gutes Personalverständnis, vor allem Motivation und Mitarbeiterführung.

In Kapstadt startete er im direkten Anschluss an die Schule seine Karriere bei Southern Sun, als Duty Manager. Im Ausland lebt er nun seit 30 Jahren, darunter in Sambia, Äthiopien, Dubai und heute auf den Philippinen. Nils Rothbarth war in insgesamt 17 verschiedenen Hotels beschäftigt, am längsten bei Southern Sun. Dort übernahm er im Jahr 2000 sein erstes Hotel als General Manager.

Bei jeder beruflichen Station traf er auf Kollegen, die zu Freunden wurden und Mentoren, die ihm nicht nur Hilfestellung gaben, sondern auch richtig forderten. Sie haben ihm deutlich gemacht, wie wichtig die Rolle des Mentors für Nachwuchskräfte ist, da sie auch als „Sprachrohr“ für den Nachwuchs agieren können. Dies hat er sich heute zu eigen gemacht und ist seit Jahren aktiv als Mentor für Nachwuchskräfte tätig.

Ein paar Tipps und Weisheiten von Nils Rothbarth im Allgemeinen und zur Arbeit im Ausland:

  • „Es macht mehr Spaß auf den Philippinen“ Filipinos sind super gastfreundlich und können mit ihrer Unbeschwertheit und positiven Einstellung Lebensfreude verbreiten
  • Sambia ist ein tolles Land bezüglich der Menschen und der unglaublichen Tierwelt
  • Im Gegensatz zu einer Karriere in Europa arbeitet man im Ausland oft auf Vertrag und hat nicht die gleichen Sicherheiten wie Festangestellte zu Hause
  • Wichtig ist, dass man seine eigenen Ziele genau vor Augen hat und diese auch immer tatkräftig verfolgt. Natürlich ändern sich Ziele und Bedingungen, deshalb ist es wichtig diese im Blickfeld zu behalten und den Plan regelmäßig anpasst.
  • man findet mich morgens ab 6 Uhr im Fitnessstudio, das hilft Stress ab- und positive Energie aufzubauen

 

Versucht viel aufzunehmen und seid offen für neue Ideen und Anregungen. Die Hofa ist eine tolle Möglichkeit, um Verbindungen aufzubauen und um diese aufrecht zu erhalten und auszubauen, sollte jeder dem Netzwerk treu bleiben und auch aktiv dazu beitragen.

Kundenerfahrung ist alles. In meiner Karriere gab es einen General Manager und Mentor, der jeden einzelnen Gast begrüßte, als er ankam. Das ist vielleicht nicht in jedem Hotel ein realistischer Ansatz, aber im Grunde ist das der Ansatz, den wir verfolgen sollten. Die geschäftliche Seite der Dinge ist natürlich sehr wichtig, aber ohne sich um die Leute zu kümmern, werden diese Zahlen sowieso nicht in die richtige Richtung gehen.

Wenn es eine Gelegenheit gibt, etwas auszuprobieren, um einer anderen Abteilung zu helfen, dann ergreifet sie. Dabei kann man am Ende wunderbare Lernerfahrungen machen.

Die andere goldene Regel ist, ehrlich zu sein – zu Gästen, zu Kollegen und Empathie. Empathie. Schlagt es im Wörterbuch nach und es heißt "die Fähigkeit, die Gefühle eines anderen zu verstehen und zu teilen".


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